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Sète wird mir immer als großer Glücksfall in Erinnerung bleiben. Warum? Weil hier alles anders als geplant kam und ich trotzdem riesiges Glück dabei hatte.
Dieses Bild der ablegenden Comanav-Fähre MARRAKECH entstand nach einer irrwitzigen (superlangsamen) Fahrt durch das von Menschen und Autos völlig verstopfte Sète.
(20.06.2009)
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Mit Ach und Krach schaffte ich es auf die Mole, um das 1986 von der Compagnie Marocaine de Navigation (Comanav) in Dienst gestellte Schiff zu erwischen.
Welche Geduld war aber vorher nötig, um sich in schier endloser Zeit durch die Straßen der Stadt zu quälen, während das Schiff bereits langsam aus dem Hafen fuhr. Ich hätte nicht geglaubt, diese Bilder hier doch noch machen zu können!
(20.06.2009)
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Die letzten 100 Meter auf die Mole mussten im Dauerlauf zurückgelegt werden. So gingen mir dann auch Videoaufnahmen des Schiffes durch die Lappen.
(20.06.2009)
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Das Schiff ist recht klein. 126,78 Meter Länge sind für eine Fähre, die den langen Weg von Frankreich nach Marokko zurücklegt, nicht wirklich viel.
(20.06.2009)
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Um die 600 Passagiere finden auf der maorokkanischen Fähre Platz, dazu 224 PKW.
(20.06.2009)
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Der nächste große Glücksfall war einen Tag später die BERKANE von Comarit auf ihrem Weg ins marokkanische Nador. Laut Fahrplan sollte die Fähre um 19.00 Uhr ablegen. Dadurch, dass die HABIB in Marseille fast pünktlich um 12.00 Uhr rausging - womit ich nach den gemachten Erfahrungen mit den nach Afrika fahrenden Fähren niemals gerechnet hatte - konnte ich früher als geplant nach Séte aufbrechen. Warum auch immer, ich fuhr recht zügig, obwohl
die Abfahrt der BERKANE erst für 19.00 Uhr angekündigt war.
(21.06.2009)
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In knappen 2 Stunden schaffte ich es von Marseille nach Séte und kam gerade pünktlich, um am Fährterminal voller Ungläubigkeit zu sehen, wie die Leinen losgeworfen wurden. Und wieder stand eine Geduldsfahrt durch diese verstopfte und mit roten Ampeln übersäte südfranzösische Stadt an, um die BERKANE zu filmen und zu fotografieren, was gelang.
(21.06.2009)
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Im Nachhinein stellte sich die verfrühte Abfahrt als nochmaliger Glücksfall heraus, denn auf der Mole von Séte wurde gerade eine Bühne aufgebaut. Hätte das Schiff um 19.00 Uhr abgelegt, wäre der Molenkopf gesperrt gewesen, abgesehen von der für Videoaufnahmen ungeeigneten lauten Musik.
(21.06.2009)
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Doch zum eigentlichen Thema: Die BERKANE ist ein ehemaliges Schiff von SNCM und wurde 1976 von der Werft Dubigeon Normandie S. A. abgeliefert.
(21.06.2009)
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Sie fuhr als NAPOLEON bis 2002 für SNCM und wurde dann an die norwegisch-marokkanische Reederei Comarit verkauft.
(21.06.2009)
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Die Fähren können in Séte ausschließlich die östliche Hafeneinfahrt nutzen. Die andere, westliche, steht nur kleineren Fahrzeugen wie Segelyachten zur Verfügung. Hier ist zu sehen, wie die BERKANE mit einer Backbord-Kursänderung Richtung östliche Ausfahrt fährt.
(21.06.2009)
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Ein paar Impressionen vom "Marokko-Kai", der Station Orsetti. Der alte Marokko-Terminal gegenüber erschien verwaist.
Insgesamt strahlte die gesamte Anlage und ihr näheres Umfeld einen intensiven marokkanischen Charme aus.
(21.06.2009)
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Offenbar setzt Séte voll und ganz auf den Orsetti-Kai, wie dieses Bauschild verkündet.
(21.06.2009)
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Kurz nach der Abfahrt der BERKANE warteten bereits schon wieder die nächsten Fahrzeuge, um nach Marokko zu gelangen. Nächste Fähre sollte einen Tag später die BILADI sein. Leider zu spät für mich...
(21.06.2009)
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Hinweis für die Fußpassagiere, um zum Schiffslandgang zu gelangen.
(21.06.2009)
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Blick vom Mont St. Clair auf den Orsetti-Kai...
(21.06.2009)
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... und die Hafen-Totale. Séte - das war mein Eindruck aus zwei Tagen und einer Übernachtung - ist eine Mischung aus französischen und spanischen Einflüssen, wobei die Hafengegend sehr viel Marokko-Feeling versprüht.
Dabei ist Afrika doch noch so weit entfernt...
(21.06.2009)
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